Geschichte des Vereins

Offizielles Geburtsdatum der Burgberger Turnergeschichte ist der 1. Juni 1893. Erster Vorsitzender wurde der damalige Burgberger Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Haug. Zum Turnwart wurde Andreas Zeller, zum Schrift- und Kassenwart Max Klöpf, zum Zeugwart Franz-Anton Besler gewählt.

Gegründet wurde zunächst ein Turn- und Feuerwehrverein; doch schon bald trennten sich die Turner. Der Turnverein erhielt von der Gemeinde ein Grundstück für den Turnplatz und 1896 wurde Josef Kramer zum Ersten Vorsitzenden bestimmt, 1897 folgte Hans Guggenmoos.Bereits 1896 gab es als Vorläufer der Turnhalle einen Stadel zur “Ausübung des Turnsports”, Ende 1901 übernahm Franz-Anton Besler den Vorsitz, Martin Wilhelm löste ihn 1904 ab, übergab dann aber 1907 wieder an seinen Vorgänger. Die Anordnung der allgemeinen Mobilmachung im Deutschen Reich am 1. August 1914 fiel genau in die Monatsversammlung des Turnvereins. 53 Mitglieder wurden Soldaten, 11 kamen nicht mehr zurück und weitere 11 Verwundete waren zu beklagen. Bereits im Februar 1919 wurde der Sportbetrieb wieder aufgenommen, unter August Kramer 1927 ein Geräteschuppen am Sportplatz errichtet. Ihm folgte ab 1928 Xaver Fieß und Michael Grimm. Am 27. Juni 1931 wurde die “höchstgelegene Turnhalle Deutschlands” nach 2jähriger Bauzeit fertiggestellt. Die reinen Baukosten beliefen sich auf 6336 Reichsmark und 5500 Arbeitsstunden, geschenktes Bauholz war selbstverständlich. Nach der angeordneten Umorganistion im deutschen Sport kam es 1937 zum Zusammenschluß mit dem Skiclub zur “ Turn- und Sportgemeinde Burgberg”. Xaver Fieß wurde Vorsitzender des neuen Vereins. Im Jahre 1944 endete der aktive Sport, aber bereits 3 Jahre nach Kriegsende begannen die Burgberger Turner wieder ihren Sportbetrieb unter dem Vorsitz von August Kramer. Der heutige Name “Turn- Sportverein” wurde 1949 ins Vereinsregister eingetragen. 1950 kam unter der Vorstandschaft von Ludwig Lehrer die Tischtennisabteilung dazu. Hugo Stutzenmiller löste 1956 den Vorsitzenden ab, ihm folgte 1959 der langjährige Schriftführer Hans Lutz. 1962 übernahm Georg Wilhelm, dann von 1965 bis 1971 Hans Thuma. Nachdem Andi Füß Vorsitzender wurde, sollte die Turnhalle angebaut werden. Vom endgültigen Beschluß bis zur feierlichen Einweihung am 23. Mai 1976 griffen viele freiwillige Helfer zu. Im Sommer 1976 wurde die Schwimmabteilung des Vereins gegründet. Lothar Kroiss wurde Vorsitzender des Gesamtvereins. 1977 wurde eine neue Tennisabteilung aktiv und drei Tennisplätze auf Pachtbasis zur Verfügung gestellt. 1979 kam ein Geräteraum an die Turnhalle. 1985 übernahm Wolfgang Tschinkl für sechs Jahre die Leitung des Vereins. Ihm folgte ab 1989 Dieter Morbitzer. Seit 1997 steht Max Uhlemayr jun. an der Spitze des Vereins.

Auf der Generalversammlung am 05. Januar 1993 wurde durch die Abstimmung über den Verkauf des Sportplatzgeländes an der Alten Turnhalle der Grundstein für die neue Grüntenhalle gelegt. Vom 16. Bis 18 Juli 1993 wurde das 100jährige Vereinsjubiläum mit einem großen Festprogramm von der ganzen Gemeinde würdig gefeiert. Ab 1994 wurde das Sportangebot durch die Kursprogramme Aerobic und Rückenschule erweitert. Am 21. Mai 1994 bestand die 1. Internationale Grüntenstafette ihre Feuertaufe, eine sportliche Großveranstaltung, die seitdem im 2jährigen Turnus durchgeführt wird. Die letzten Faschingsbälle und die Generalversammlung am 05.01.96 beschlossen die “Ära” der Alten Turnhalle, die dann ab 01. März 1996 als Lagerhalle an die Fa. Held vermietet wurde.Seit März dieses Jahres Steht die Halle leider leer. Sollten Sie Interesse an der Anmietung der Halle haben, melden Sie sich bitte bei uns.

Am 14. Juli 1996 konnte die neue Grüntenhalle eingeweiht werden, eine echte Bereicherung des TSV, die einen enormen Ausbau des Sportangebotes ermöglichte.

Der Blick in die Vereinsgeschichte zeigt, daß in den 20er Jahren die Waldfeste mit Turngeräte- und Naturwettkämpfen sehr beliebt waren. Ausflüge ergänzten das Familienprogramm, Turnerfeste in ganz Deutschland wurden besucht.

In den 50er Jahren dominierten die Burgberger Tischtennisspieler die Allgäuer Bestenlisten; ein Jahrzehnt später waren die Judosportler die Erfolgreichsten.

In den 70ern polierten die Turner Burgbergs sportlichen Ruf auf, danach entwickelte sich der Verein mehr zum Breiten- und Mannschaftssport. Volleyballer und Schwimmer halten später die Vereinsfahne hoch. Aber die Verbindung vom Sportlichen zum Geselligen, zur Gemeinschaft wird auch im zweiten Jahrhundert seines Bestehens beim TSV Burgberg einen hohen Stellenwert haben, zumal mit dem Bau der Grüntenhalle in der Gemeinde die besten Voraussetzungen für die Sportler geschaffen wurden.


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