Es ist wieder Punktspielzeit. Am Samstag starteten Burgbergs Volleydamen in die neue Kreisliga-Saison, und das mit einem Minimalkader von sechs Spielerinnen plus zwei Ersatzinvaliden minus Trainer.
Nachdem Floyd Fränzel als Trainer nun in Sonthofen bei wesentlich jügeren Damen sein Glück sucht, übernahm Bernd Werder die Leitung des Trainings. Die Betreuung der Mannschaft bei Punktspielen kann er aus privaten Gründen nicht übernehmen. Dieser Part wird momentan von Mannschaftsführerin Martina Stemmer gestemmt. Da Martina an einer langwierigen Schulterverletzung laboriert, möchte sie bis auf weiteres auf Volleyball verzichten und nur im äußersten Notfall einspringen. Ebenfalls nur im Notfall anspielbar ist Andrea Burger, die immer noch an einer Punktspiel-Phobie leidet. Leider ganz aufgehört hat unsere Libera Simone, die inzwischen in Augsburg wohnt. Diagonalspielerinnen Susi Kühn und Huberta Zeller verweilen momentan noch im Urlaub bzw. auf dem Bau und potentielle Neuzugänge haben ihre „Verträge" noch nicht unterschrieben.
Der erste Spieltag führte uns in den Norden des Allgäus zum Aufsteiger „VFL Buchloe und „TSV Obergünzburg". Dort angekommen, gingen die Probleme los. Zuerst fand man die Halle nicht und dann fand man nicht ins Spiel. Das erste Spiel gegen Buchloe glich einer Achterbahnfahrt. Ein stetiges Auf und Ab war die einzige Konstante im Burgberger Spiel. Abstimmungsfehler, Unkonzentriertheit, die Buchloer konnten sich immer wieder weit absetzten, ehe Burgberg seine Aufholjagd startete, die dann zum Satzgewinn führte. Der zweite Satz verlief ähnlich, nur knapper, nachdem Burgberg mehrere Satzbälle nicht verwerten konnte, setzte sich Buchloe durch. In den folgenden zwei Sätzen konnte sich Burgberg durchsetzen; nicht gerade souverän, aber mit Kampfmoral. So waren zumindest die ersten beiden Punkte der Saison eingefahren und das zu einem hohen Preis: Caro Neher holte sich blutige Füße. Warum, das weiß sie selbst nicht. Möglich, dass sie einfach nichts mehr gewohnt ist. Anders lässt sich dies nicht erklären, da sie in diesem ersten Spiel unfreiwillig noch geschont wurde. Zuspielerin Sonja Neher, hat nach Rücksprache mit Coach Stemmer aufgrund der geringen Chancenverwertung, ihrer Schwester Caro keine Bälle mehr gestellt. Dass dieses „Völlige-Ignoriert-Werden" unsere Caro Richtung „Agro" mutieren lässt, ist bekannt. Aber dass ihre Füße zu bluten beginnen, ist ein neues Phänomen.
Das zweite Spiel gegen Obergünzburg war abgesehen von einem Satz, wesentlich besser. Caro bekam frische Socken und dann auch wieder Bälle von Sonja, die sie diesmal auch in Punkte verwandelte. Nur im zweiten Satz ging nicht fiel zusammen im Burgberger Spiel. Erst als Martina Stemmer damit drohte sich selbst einzuwechseln, ging ein Ruck durch die Mannschaft und nun klappte fast alles. Die Angreifer um Kapitänin Susi Herz fanden die Löcher, mal mit harten Schlägen, mal mit kurzen Lobs, und die gegnerischen Attacken konnten im (Doppel)Block oder in der Abwehr sehr gut pariert werden. Positiv an diesem Spieltag war vor allem die stabile Annahme. Aber auch der Aufschlag der Youngsters Alina und Julia, brachte den Gegner mehrmals in Nöte. Im zweiten Spiel fanden auch die Neher-Sisters wieder zur gewohnten Aufschlagstärke zurück. Wogegen Jana aufgrund der ledierten Schulter der Variante „von unten den Vorzug gab. Ansonsten zeigte sie an diesem Tag keine Schwäche. Annahme, Block, Angriff da klappte alles. Das Geheimnis des Erfolges, lüftete sie nach einem schönen Angriffsball selbst: „ Wenn ich springe am Netz, von da oben man sieht so gut, wo ist Loch." Hoffen wir, dass die Mädels am kommenden Samstag beim Spieltag in Sonthofen auch wieder „ins Loch" treffen und die nächsten vier Punkte einfahren.
Es spielten: Außen Susi Herz und Julia Linnartz, Mitte Jana Rudolph und Caro Neher, Diagonal Alina Kremser und Triple S (Standard-Steller-Sonja)
Es coachte: D`Schtemmerin
Es litt mit: Andrea
Spielbericht: Andrea